Alternativtherapien

Stellungnahme der leitenden Ärzte der Capio Venenkliniken zu alternativen Venentherapien/ Operationsverfahren


Endoluminale Lasertherapie

 
Alternativ zu der herkömmlichen Stripping-OP bieten wir unseren Patienten die sogenannte Endoluminale Lasertherapie (ELT) an. Es handelt sich hierbei um ein relativ junges Behandlungsverfahren, welches die Vorteile einer nichtoperativen Maßnahme (Laser) mit einem kleinen operativen Teil (minichirurgische Phlebektomie = Entfernung der Astkrampfadern) kombiniert.

Diese Behandlungsform gibt es seit ca. fünf Jahren. Seriöse Ergebnisse liegen über einen Drei- bis Vierjahreszeitraum vor. Bei ausgewählten Befunden sind die Behandlungsergebnisse gleich gut wie die Operation.

Die ELT hat den Vorteil, dass ein manchmal schwieriger operativer Eingriff in der Leiste oder Kniekehle vermieden wird, welcher bei der herkömmlichen Operation zwingend erforderlich ist. Bei der ELT wird die Stammvene nicht herausgezogen (gestrippt), sondern wird durch den Laserstrahl verschweißt und ausgeschaltet. Die ELT-Behandlung kann in der Regel immer unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Die beruflichen Ausfallzeiten für den Patienten sind häufig kürzer und die Beschwerden nach dem Eingriff häufig geringer. Entscheidend ist jedoch, dass man nur geeignete Stammvenen für die Laserbehandlung vorsieht. Wenn die Stammvenen zu stark dilatiert sind oder geschlängelt verlaufen oder wenn man befürchten muss, dass man den Laserkatheter nicht in die Stammvene einführen kann, so wird es zu einem ungünstigen Ergebnis führen.

Behandlungsprinzip
Über eine Punktionsnadel wird unter Ultraschallkontrolle eine Lasersonde in die Stammvene eingeführt. Unter örtlicher Betäubung wird die erkrankte Vene beim Zurückziehen der Laserfaser durch die Energie des Laserlichtes von innen verschweißt. Die so behandelte Vene bleibt im Bein und wird über einen längeren Zeitraum bindegewebsartig umgebaut. Kleinere Seitenäste werden meist in gleicher Sitzung mit minichirurgischen Verfahren schnitt- und narbenfrei entfernt.

Kostenübernahme
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen derzeit die Kosten für diese Behandlung nicht. Bei privat versicherten Patienten gibt es in der Regel keine Probleme mit der Kostenübernahme. Einen detaillierten Kostenvoranschlag erhalten Sie im Rahmen eines Untersuchungstermins von uns.

Ernsthafte Nebenwirkungen
Diese sind genauso selten wie bei der operativen Behandlung.
Lungenembolie                    0
Tiefe Beinvenenthrombose    0,03 %
Wundinfektionsrate              0,08 %
Stärkere Hämatome (Blutergüsse) vereinzelt

CHIVA-Verfahren in modifizierter Form
Das Besondere beim CHIVA-Verfahren besteht darin, dass man die erkrankte Vene nicht herauszieht, sondern im Körper belässt.
Insbesondere der Erhalt einer nur geringgradig erkrankten Stammvene ist von großem Nutzen, da diese für eine evtl. Bypass-Operation im Körper verbleiben kann. Falls möglich, operieren wir immer stammvenenerhaltend – wie oben erwähnt – und setzen somit sehr gezielt in geeigneten Fällen auch das CHIVA-Verfahren ein.

Ultraschallgesteuerte Schaumverödung
Die Schaumverödung eignet sich für die Therapie von Stammvenen, Stammvenenrezidiven (nachgewachsene Varizen nach Operation im Stammvenenverlauf), Seitenäste, Retikuläre- und auch Besenreiservarizen. Sie ist also für fast alle Arten von Krampfadern geeignet. Ob diese Methode jedoch im individuellen Falle die beste ist, muss der Arzt (Phlebologe) entscheiden. Die Krampfadern werden mit einem speziellen Verödungsmittelschaum behandelt.
Vorteil: Geringe Verödungsmittelmenge, gutes Ansprechen auch bei größeren Varizen.

Radiowellentherapie
Durch eine Punktion am unteren Ende des kranken Stammvenenabschnittes, d.h. in Kniehöhe oder am Unterschenkel wird ein Katheter unter Ultraschallkontrolle in die kranke Vene eingeführt. Nun überträgt der winzige Hochfrequenzkatheter Hitze auf die Venenwand (60 – 120 c°). Durch die Wärmeenergie schrumpft die Venenwand und die Vene verschließt sich in Folge. Im Anschluss wird die Einführstelle mit einer Naht verschlossen oder mit einem Einfachverband bedeckt. Die Behandlung erfolgt unter lokaler Anästhesie. Sie kann ambulant stattfinden und ermöglicht bei komplikationsfreiem Verlauf eine Wiederaufnahme von normalen Alltagsaktivitäten nach etwa zwei Tagen.