Nicht operative Verfahren

Verödung feiner Krampfäderchen/ Besenreiser
Durch die Injektion eines Medikaments in die Krampfadern oder Besenreiser wird eine künstliche Entzündung dieser Gefäße bewirkt. Nach Anlage eines Kompressionsverbandes oder Kompressionsstrumpfes verwachsen die Gefäßwände. Sie werden vom Körper später abgebaut.
 
Lasertherapie von Besenreisern/ Pinselfiguren

Per Dioden-Laser werden kleinste Hautäderchen wie Besenreiser durch Wärmeenergie verschweißt. Auch Warzen oder Hauttumore können auf diese Art durch die Wärmeenergie weggebrannt werden.
 
Radiowellentherapie von Besenreisern
Biologische Besenreisertherapie. Das Prinzip der neuen Therapie gegen Besenreiser heißt: "Thermokoagulation". Die Thermokoagulation ist ein sehr schonendes, schmerzfreies Verfahren zur thermischen Verödung von roten und blauen Problemgefäßen. Die Radiowellen erzeugen im Inneren des Gefäßes eine zielgenaue und schonende Erwärmung (60°C-70°C). Durch diese Wärmewirkung verschließen sich (koagulieren) die Blutgefäße, ohne dass dabei die Haut verletzt wird. Die Behandlung eignet sich für alle Hauttypen und ist nicht saisongebunden. Die Patienten können sofort nach der Behandlung ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen.
 
Kompetente Kompressionsbehandlung
Kompressionsverbände bei Beinschwellung / offenem Bein. In unterschiedlichen Techniken mit unterschiedlichen Kompressionsbinden entsprechend dem Schwellungszustandes des Beines.
 
Venenbewusste Lebensführung
3 gute L: Lieber Laufen und Liegen
3 schlechte S: Statt Sitzen und Stehen
Wichtig für die Venengesundheit – vor und auch nach der Behandlung – ist ein Lebensstil, der die Durchblutung unterstützt. Mit kleinen Verhaltensänderungen lässt sich oft viel erreichen. Sitzen und Stehen schadet, weil keine Muskeltätigkeit stattfindet, die das Blut aus den Beinen hinauf zum Herzen befördert. In dieser Haltung drückt die Schwerkraft das Blut besonders stark in den unteren Beinbereich. Laufen und Liegen entlastet das Venensystem: Beim Gehen ist die Beinmuskulatur aktiv, beschleunigt den Blutstrom. Im Liegen fließt das Blut fast von allein in die richtige Richtung – am besten, wenn die Beine höher liegen als das Herz. Tun Sie was für Ihre Beine

  • Nutzen Sie jede Gelegenheit zum Laufen, nehmen Sie Treppe statt Fahrstuhl, steigen Sie eine Station früher aus Bahn oder Bus aus, usw.
  • Tragen Sie möglichst flache Schuhe. Nur dann arbeitet die Wadenmuskulatur - bei hohen Absätzen bewegt sie sich kaum.
  • Sitzen Sie „venenfreundlich“, die Füße flach auf dem Boden. Beine nicht übereinander schlagen, das behindert den Blutfluss.
  • Duschen Sie Ihre Beine täglich kalt, das stärkt die Venenwände, verengt sie, was den Blutfluss fördert.
  • Hitze meiden: Hitze und Sonne weiten die Venen (verlangsamt den Blutfluss). Am Abend nach warmen Tagen die Beine kalt abduschen.


Gewicht und Ernährung

  • Jedes Pfund weniger entlastet das Venensystem: Man wird beweglicher, das Blut fließt schneller.
  • Wichtig ist ballaststoffreiche, verdauungsfördernde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Verstopfung belastet das Venensystem.
  • Mindestens 2 l kalorienfreie Flüssigkeit am Tag trinken: Mineralwasser, Kräutertee, usw. Alkohol schadet - weitet die Gefäße, verlangsamt den Blutfluss.


Kneipp'sche Anwendungen
Physikalische Therapie und andere Begleitbehandlungen wirken unterstützend: z.B. Wasseranwendungen, Bewegungstraining, Massagen, Lymphdrainage, Sauerstoff-Ozonbehandlung, Neuraltherapie, Akupunktur. In manchen Fällen kann auch eine Blutegeltherapie angeraten sein.