53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
Auf der 53. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie in Berlin war die Capio Mosel-Eifel-Klinik unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Norbert Frings mit sechs Vorträgen und einer Sitzungsleitung vertreten. Keine andere nicht-universitäre phlebologische Institution weist eine so hohe wissenschaftliche Kompetenz auf wie die Capio Mosel-Eifel-Klinik.
Qualität & Exklusivität
Therapien gegen Krampfadern - Studie vergleicht Stripping mit Laser
Interview mit Dr. med. Norbert Frings, Chefarzt Capio Mosel-Eifel-Klinik, Bad Bertrich
Herr Dr. Frings, auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie erregte Ihre jüngst veröffentlichte Studie zum Vergleich endoluminale Lasertherapie -/- klassische Stripping-Operation, der größten randomisierten Studie zu diesem Thema, großes Aufsehen.
Dr. Frings: Ja, weil wir mit dieser Studie belegen, dass sich in der Behandlung der Krampfadern (Stammvarikosis der Vena saphena magna) die (endoluminale) Lasertherapie gegenüber dem goldenen Standard, der Stripping-Operation (Saphena magna), als zumindest nicht besser erwiesen hat. Gleichzeitig dokumentiert die Studie zwei Jahre nach der Lasertherapie eine erhöhte „Refluxrate“. Daraus könnte man folgern, dass sich nach der Laser-Operation häufiger Krampfadern bilden als nach dem Stripping.
Worauf kommt es an – beim Vergleich der Behandlungsmethoden?
Dr. Frings: Die klassische „Krampfaderoperation“ ist das Venenstripping mit Crossektomie. Dabei wird eine Sonde in die Stammvene (Vena saphena magna) geführt und damit entfernt. Allgemeine Statistiken führen bei dieser Methode bei etwa 30 bis 40 Prozent der Patienten nach fünf Jahren ein Auftreten neuer Krampfadern (Rezidive) an. Natürlich gilt es, diese Rezidiv-Rate zu senken.
Eine Reihe endoluminaler Behandlungen (wie Laser), die seit Ende der 1990er Jahre vermehrt angewendet werden, versprechen diese „Rezidivrate“ zu senken. Zu ihrer Beliebtheit trägt u. a. bei, dass die Vene nicht entfernt, sondern zum Beispiel durch den Laserstrahl verschlossen wird, und im Körper verbleibt.
Wie sind Sie bei der Studie vorgegangen und was wurde festgestellt?
Dr. Frings: Die Studie vergleicht erstmals an einer größeren Teilnehmerzahl (400 Patienten) die (endoluminale) Lasertherapie mit der klassischen Stripping-Operation. Die Behandlung der Patienten erfolgte an zwei Kliniken: Alle Lasertherapien wurden durch den Studienleiter, Dr. med. Knuth Rass, an der Universität Homburg/Saar durchgeführt, während zwei Kollegen der Capio Mosel-Eifel-Klinik, Bad Bertrich, das Venenstripping übernahmen.
Und die Ergebnisse?
Dr. Frings: Im Ergebnis war die Lasertherapie im entscheidenden Punkt dem Stripping unterlegen.
Die Duplex-Sonografie zeigte bei 17,8 Prozent der Laser-Patienten einen so genannten saphenofemoralen Reflux an, während dies bei der Stripping-Operation nur bei 1,3 Prozent der Patienten der Fall war. Absoluter Spitzenwert – auch im internationalen Vergleich. Übrigens würden 98 Prozent der beteiligten Patienten die Therapie, falls notwendig, erneut durchführen lassen.
Kann man diese tollen Ergebnisse auf andere Einrichtungen übertragen?
Dr. Frings: Da die Behandlungen an spezialisierten Zentren und stets von denselben Ärzten durchgeführt werden, lassen sich die Ergebnisse eher nicht generalisieren. Vermutlich spielt die Erfahrung und das Geschick des Chirurgen eine wesentliche Rolle. Unsere ungewöhnlich geringe Refluxrate führen wir in der Capio Mosel-Eifel-Klinik auch auf unsere besonders schonende Form der örtlichen Betäubung sowie auf die spezielle Operationstechnik der extensiven Crossektomie mit nicht resorbierbarer Übernaht des Crossenstumpfes zurück.
(Die Publikation ist in den Archives of Dermatology (2011; doi: 10.1001/archdermatol.2011.272) nachzulesen).
Die aktuelle Pressemitteilung der Capio Mosel-Eifel-Klinik finden Sie hier im
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