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Sonntag, 05. Februar 2012

Radiowellentherapie

Schmerzfreie Untersuchungen, bewährte, ästhetisch schonende Behandlungsmethoden, aber auch moderne Therapien gehören zum Behandlungsspektrum der Capio Mosel-Eifel-Klinik.

Bei der Krampfaderbehandlung bieten wir jetzt auch die Radiowellentherapie an. Dieses schonende Therapieverfahren kann bei einem bestimmten Personenkreis als Alternative zum traditionellen chirurgischen Eingriff angewandt werden.

Das Besondere: Die erkrankte Stammvene wird nicht entfernt. Ein Katheter gibt bipolare Radiofrequenz-Energie direkt in die Venenwand ab. Durch die gezielte, kontrollierte Erwärmung der Venenwände auf Temperaturen zwischen 60 und 120 Grad Celsius, wird die Vene schonend von innen verschlossen und das Risiko von Verbrennungen minimiert.

Es wird nur ein kleiner Hautschnitt über dem Knie oder am Fußknöchel durchgeführt, um den Katheter (Foto) einzuführen.

Prinzipiell verläuft die Radiowellentherapie in örtlicher Betäubung. Abweichend von den Standard-Operationen sind bei der Radiowellentherapie insbesondere
folgende Punkte:

  • Sehr kleine Skalpellschnitte.
  • In die Vene wird unter Ultraschallkontrolle ein spezieller Katheter eingeführt, der die Vene schonend erhitzt.
  • Auf die Punktionsstelle wird ein Pflaster geklebt, im Verlauf der Vene ein Druckverband angelegt.
  • Der Eingriff dauert ca. 30-40 Minuten.
  • Nach dem Eingriff sollen die Patienten viel laufen und das Bein erhöht lagern.
  • Eine Kontrolle erfolgt in der Regel am Tag nach dem Eingriff.
  • Der Patient trägt eine Woche einen Kompressionsstrumpf, auf eine Thromboseprophylaxe
  • kann sogar verzichtet werden. Die Behandlung kann ambulant stattfinden und ermöglicht bei komplikationsfreiem Verlauf eine Wiederaufnahme von normalen Alltags- und Arbeitsaktivitäten nach etwa zwei Tagen.

Nach bisheriger Studienlage kommt die Radiowellentherapie insbesondere dann infrage, wenn die Crossektomie mit Teilstripping problematisch ist oder ohnehin nicht mehr angewendet werden kann, z. B.

  • bei Rückfalloperationen mit noch vorhandener Stammvene
  • bei stark übergewichtigen Patienten
  • bei älteren Patienten mit drohendem offenen Bein.

Die Radiowellentherapie bietet nach bisherigen Erkenntnissen offensichtlich Vorteile, insbesondere Verbrennungskomplikationen wie bei der Lasertherapie (viel höhere Temperaturen) sind bei der Radiowellentechnik deutlich seltener. Studien konnten zudem zeigen, dass postoperative Schmerzen, Blutergüsse, Venenentzündungen und Nervenmissempfindungen ebenfalls weniger häufig auftreten.